Zum Inhalt springen
Hochwertige Markengläser auf dunklem Untergrund

Rupp und Hubrach Gläser: Qualität, Typen, Erfahrung

Nach 47 Jahren am Meisterarbeitsplatz in Bürstadt weiß ich eines ganz genau: Ein Brillengestell allein macht noch keine gute Sicht. Wenn Sie zu mir in die Werkstatt kommen, sprechen wir meistens über das Herzstück der Brille, nämlich die Brillengläser. Viele Kunden fragen mich nach Marken wie Zeiss oder Rodenstock, weil diese Namen oft in der Werbung auftauchen. Doch es gibt einen Hersteller aus Bamberg, der in der Fachwelt einen extrem guten Ruf genießt, ohne dass man ihn im Supermarkt findet: Rupp+Hubrach.

Wer steckt hinter Rupp+Hubrach?

Rupp+Hubrach ist ein deutscher Traditionshersteller. Das Unternehmen sitzt in Bamberg und gehört heute zur Essilor-Gruppe, einem der größten Akteure auf dem Weltmarkt. Während große Konzerne oft auf Massenware setzen, bewahrt sich dieser Betrieb eine sehr starke Spezialisierung auf die individuelle Fertigung. Sie produzieren Gläser, die exakt auf die Messwerte der Refraktion zugeschnitten sind.

Das macht sie zu einem Geheimtipp für Optiker. Wenn ich eine Bestellung für ein komplexes Gleitsichtglas aufgebe, weiß ich, dass die Präzision stimmt. Die Gläser kommen nicht einfach aus einer Standardform. Sie werden oft erst dann in ihrer endgültigen Form berechnet und geschliffen, wenn Ihre genauen Werte vorliegen.

Die verschiedenen Glas-Typen im Überblick

Nicht jede Brille braucht die gleiche Technik. Ein Einstärkenglas für die Fernsicht muss ganz andere Anforderungen erfüllen als eine Gleitsichtbrille für den Alltag. Rupp+Hubrach bietet hier ein breites Spektrum an, das von einfachen Lösungen bis hin zu hochkomplexen Naharbeitsgläsern reicht.

Einstärkengläser und Veredelungen

Für die klassische Fernbrille oder Lesebrille nutzt man meist Einstärkengläser. Hier entscheidet vor allem der Brechungsindex darüber, wie dünn das Glas wird. Ein Index von 1,5 ist Standard, aber bei höheren Dioptrienwerten sollten Sie mindestens ab 1,60 Index planen. Das macht die Gläser stabiler und optisch korrekter.

Rupp+Hubrach bietet hier verschiedene Veredelungen an. Eine gute Entspiegelung ist Pflicht, damit Sie nachts beim Autofahren keine störenden Lichtreflexe sehen. Auch phototrope Gläser, die sich bei Sonnenlicht dunkel färben, sind Teil des Sortiments. Diese Gläser sind praktisch, wenn Sie nicht ständig zwischen einer Sonnenbrille und einer normalen Brille wechseln wollen.

Gleitsicht und Office-Lösungen

Gleitsichtgläser sind die Königsdisziplin. Hier müssen die Übergänge zwischen Fern-, Zwischen- und Nahbereich so sanft wie möglich sein. Rupp+Hubrach hat hier Linien entwickelt, die besonders große Sehfelder bieten. Das bedeutet, Sie müssen den Kopf nicht extrem bewegen, um einen Bereich scharf zu sehen.

GlastypHauptnutzenZielgruppe
EinstärkenglasKlare Sicht in einer DistanzKurzsichtige oder Weitsichtige
GleitsichtglasSehkraft für alle DistanzenMenschen ab ca. 40-45 Jahren
Office-GlasFokus auf Nah- und ZwischenbereichViel am Computer arbeitende Menschen

Besonders interessant sind die Office-Gläser. Wenn Sie den ganzen Tag im Büro sitzen, ist ein klassisches Gleitsichtglas oft zu anstrengend, weil das Sichtfeld für den Monitor zu schmal ist. Ein Office-Glas von Rupp+Hubrach optimiert diesen mittleren Bereich massiv. Das reduziert die Ermüdung der Augen spürbar.

Meine Erfahrung aus der Praxis

In meiner täglichen Arbeit mit Rupp+Hubrach gläsern mache ich eine Sache besonders deutlich: Die Verarbeitung ist exzellent. Wenn ich die Gläser in die Fassung einsetze, merke ich oft an der Passgenauigkeit, dass hier mit hoher Präzision gearbeitet wurde. Das Sehfeld ist bei den hochwertigen Modellen meist sehr stabil, was die Eingewöhnung für den Kunden erleichtert.

Ein kleiner Kritikpunkt bleibt die Lieferzeit. Da viele dieser Gläser individuell gefertigt werden, dauert es manchmal 4 bis 7 Werktage länger als bei Standardgläsern von Hoya oder anderen Herstellern. Das ist aber ein fairer Tausch für die Qualität. Ein Glas, das exakt auf Ihre Pupillendistanz geschliffen wurde, ist wertvoller als ein schnelles Massenprodukt.

Die Kosten liegen meist im mittleren bis gehobenen Segment. Ein gutes Gleitsichtpaar mit moderner Entspiegelung kann bei uns in Bürstadt schnell rund 450 € oder mehr kosten. Das ist kein Schnäppchen, aber die optische Ruhe, die man durch solche Gläser gewinnt, rechtfertigt diesen Preis für mich als Optikermeister.

Der Vergleich: Rupp+Hubrach vs. Zeiss oder Rodenstock

Es ist wie beim Autokauf. Zeiss ist der Mercedes unter den Optikherstellern. Rodenstock bietet ebenfalls Spitzenqualität mit sehr starkem Fokus auf digitale Fertigung. Rupp+Hubrach ist eher der spezialisierte deutsche Ingenieursbetrieb. Sie sind oft etwas flexibler bei speziellen Anforderungen, während die ganz großen Marken manchmal sehr starr in ihren Prozessen sind.

Ob Sie nun zu Zeiss oder zu Rupp+Hubrach greifen, hängt von Ihren persönlichen Werten ab. Manchmal passt ein Design von Rodenstock besser zu Ihrer Gesichtsform oder Ihren Sehgewohnheiten. Eine endgültige Empfehlung kann ich Ihnen aber erst geben, nachdem wir bei Optik Asal Ihre Werte exakt gemessen haben. Nur die Refraktion und die genaue Position Ihrer Augen im Gestell verraten uns, welches Glas Sie wirklich brauchen.

Häufige Fragen

Frage: Sind Rupp+Hubrach Gläser wirklich besser als Billiggläser?

Ja, das sind sie definitiv. Billige Gläser haben oft eine schlechtere optische Qualität in den Randbereichen, was zu Schwindelgefühlen führen kann. Bei Rupp+Hubrach ist die Berechnung der Gläser viel präziser, sodass das Gehirn die Bilder schneller und ohne Anstrengung verarbeiten kann.

Frage: Wo werden diese Gläser eigentlich hergestellt?

Die Produktion findet in Deutschland statt, konkret in Bamberg. Das ist ein großer Vorteil für Sie, weil die Qualitätskontrolle nach deutschen Standards erfolgt und die Wege kurz sind.

Frage: Was ist der Unterschied zu Zeiss-Gläsern?

Der Hauptunterschied liegt oft in der Philosophie der Fertigung und dem Preisgefüge. Während Zeiss sehr stark auf digitale Design-Software setzt, punktet Rupp+Hubrach durch eine sehr hohe Spezialisierung auf individuelle Kundenbedürfnisse bei der Produktion. Beides sind erstklassige Hersteller, aber sie fühlen sich beim Tragen minimal unterschiedlich an.

Weiterlesen

Verschiedene Brillengläser-Typen nebeneinander auf hellem Untergrund

Welche Brillengläser sind die besten? Typen im Vergleich

Einstärken, Gleitsicht, selbsttönend, polarisiert, hochbrechend: Welche Brillengläser für welche Sehaufgabe am besten sind — ehrlich verglichen vom Optikermeister.

Reihe getönter Brillengläser in Braun, Grau und Grün

Rupp und Hubrach Glasfarben: Tönungen im Überblick

Von dezent bis kräftig: Welche Glasfarben und Tönungen Rupp+Hubrach anbietet, wofür Braun, Grau oder Grün am besten passen und wie Verlauf- und Volltönung wirken.

Brille neben Taschenrechner und leerem Notizblock

Rupp und Hubrach Preise: womit Sie rechnen müssen

Was kosten Brillengläser von Rupp+Hubrach? Realistische Preisrahmen für Einstärken- und Gleitsichtgläser, warum es keine starre Preisliste gibt und wie sich der Preis

Fachlich geprüft von Jürgen Asal, Augenoptikermeister in Bürstadt seit 1977. Mehr über den Betrieb: Über uns.