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Bunte, robuste Kinderbrille auf hellem Untergrund

Kinderbrille: worauf Eltern achten sollten

Wenn Sie als Eltern feststellen, dass Ihr Kind die Augen zusammenkneift oder beim Fernsehen den Kopf schief hält, sollten Sie sofort handeln. Das Sehen ist kein fertiger Zustand. Das Gehirn lernt in den ersten Lebensjahren erst, wie es die Bilder verarbeitet, die die Augen liefern. Wenn die Lichtsignale durch eine falsche Brechkraft verzerrt ankommen, bildet das Gehirn keine scharfen Verbindungen aus. Das führt zur sogenannten Amblyopie, einer Schwachsichtigkeit, die man später kaum noch korrigieren kann.

Frühes Handeln rettet die Sehkraft.

Die richtige Fassung finden

Eine Brille für Kinder muss extrem viel aushalten. Ihr Kind wird beim Spielen hinfallen oder die Brille beim Schlafen im Gesicht lassen. Ich empfehle deshalb fast immer Kunststofffassungen aus robustem Material. Diese sind flexibel und brechen nicht sofort, wenn das Kind darauf tritt.

Der Sitz entscheidet über den Erfolg.

Wenn die Brille ständig rutscht, wird sie schnell abgelegt. Das passiert oft, weil die Nasenpads bei Kleinkindern fehlen oder falsch sitzen. Es gibt spezielle Modelle mit weichen Silikon-Nasenpads oder sogar Kopfband-Lösungen für sehr junge Kinder. Ein guter Sitz verhindert Druckstellen an den Schläfen, was besonders wichtig ist, damit das Kind die Brille nicht als störend empfindet.

Material und Gewicht

MaterialEigenschaftEmpfehlung
AcetatKlassisch, stabilFür ältere Kinder
Spritzguss-KunststoffSehr leicht, flexibelIdeal für Kleinkinder
MetallSchwerer, weniger flexibelEher für Jugendliche

Wählen Sie leichte Materialien. Ein schweres Gestell drückt auf den Nasenrücken. Das verursacht Schmerzen.

Die Wahl der passenden Brillengläser

Bei den Gläsern dürfen Sie keine Kompromisse eingehen. Ich nutze in meiner Werkstatt seit Jahrzehnten Materialien von Herstellern wie Zeiss oder Rodenstock, weil die Qualität der Oberflächen entscheidend ist. Für eine Kinderbrille ist Polycarbonat die einzige vernünftige Wahl. Dieses Material hat einen hohen Brechungsindex und ist extrem schlagfest.

Sicherheit geht vor.

Ein Glasbruch im Auge wäre fatal. Polycarbonat splittert nicht in gefährliche Scherben, selbst wenn das Kind mit dem Gesicht gegen den Spielplatzrahmen prallt. Zusätzlich müssen diese Gläser immer einen integrierten UV-Schutz haben. Die Augen von Kindern sind empfindlicher gegenüber Sonnenstrahlung als die von Erwachsenen.

Eine Entspiegelung ist ebenfalls Pflicht. Sie reduziert Reflexionen auf der Oberfläche, sodass die Augen des Kindes besser sichtbar bleiben und die Lichtausbeute steigt. Da Kinderfassungen meist klein sind, werden die Gläser automatisch dünner. Das macht die Brille noch leichter. Bei sehr hohen Dioptrien-Werten müssen wir jedoch genau prüfen, ob ein Index von 1.5 oder schon 1.6 nötig ist, um die Dicke zu begrenzen.

Akzeptanz und Wachstum

Das Kind muss die Brille akzeptieren. Wenn die Farbe nicht gefällt, wird die Brille abgelegt. Lassen Sie Ihr Kind mitentscheiden. Das schafft eine Bindung zum neuen Hilfsmittel.

Kinder wachsen schnell.

Ein Kind wächst im Durchschnitt um etwa 5 bis 6 Zentimeter pro Jahr. Das bedeutet, dass die Brille oft nach 12 Monaten nicht mehr passt. Die Fassung wird zu eng oder die Gläser sitzen nicht mehr korrekt vor der Pupille. In meiner Praxis in Bürstadt sehe ich oft, dass Eltern erst nach zwei Jahren wiederkommen. Das ist zu spät.

Regelmäßige Kontrollen sind notwendig. Wir müssen die Refraktion alle 6 bis 12 Monate wiederholen. Nur so stellen wir sicher, dass die Dioptrien noch exakt zur Entwicklung des Auges passen. Eine genaue Messung vor Ort, wie wir sie bei Optik Asal durchführen, gibt Ihnen die Sicherheit, dass die Korrektur stimmt.

Häufige Fragen

Frage: Ab wann braucht ein Kind eine Kinderbrille?

Es gibt kein festes Alter. Wenn der Augenarzt oder Optiker eine Fehlstellung oder eine Sehschwäche feststellt, muss die Brille sofort getragen werden. Oft beginnt die Korrektur bereits im Alter von 2 oder 3 Jahren.

Frage: Zahlt die Krankenkasse die Brille für mein Kind?

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen meist nur die Kosten für die medizinisch notwendigen Gläser und die Grundausstattung der Fassung. Hochwertige Zusatzleistungen wie eine spezielle Entspiegelung oder teure Kunststoffgläser müssen Sie oft selbst bezahlen. Fragen Sie dazu direkt bei Ihrer Versicherung nach.

Frage: Wie oft muss die Brille gewechselt werden?

Das hängt vom Wachstum ab. Meistens passt eine Brille etwa 12 Monate lang optimal. Wenn die Fassung einschneidet oder das Kind die Brille ständig hochschieben muss, ist es Zeit für ein neues Modell.

Frage: Sind Gläser aus Polycarbonat wirklich sicher?

Ja, sie sind extrem widerstandsfähig gegen Stöße. Im Vergleich zu herkömmlichen Kunststoffgläsern für Erwachsene bieten sie einen viel höheren Schutz vor Splittern. Das macht sie zur Standardwahl für jede Brille für Kleinkinder.

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Fachlich geprüft von Jürgen Asal, Augenoptikermeister in Bürstadt seit 1977. Mehr über den Betrieb: Über uns.